Erst der Pass, dann das Vergnügen

Ab 2019 kommst du nur noch online in die Blaue Lagune!

Mit Tickets aus dem Online-Shop. Und mit der Blue Card, unserem neuen Sorglos-Visum. Dafür ohne Warteschlangen, ohne Stress und ohne Trouble-Maker.

Wieso, weshalb, warum: Online-Tickets in der Blauen Lagune

Darum haben wir in der Blauen Lagune ein Online-Buchungssystem eingeführt

Liebe Gäste und Social-Media-Follower,
liebe Lagunis,

Was waren – nein, was sind – das nur für aufregende Wochen und Monate. 2019 erleben wir einen tollen Sommer mit vielen Highlights und Neuerungen in der Blauen Lagune. Der Aquapark beispielsweise kommt bei euch prima an und auch sonst begegnet ihr uns viel Dankbarkeit für die Weiterentwicklung unseres Gesamtkonzepts.

Tatsächlich sind wir in die neue Saison auch mit einer richtig großen und alles verändernden Umstellung gestartet: Wir führten ein Online-Buchungssystem ein und stoppten den Verkauf von Eintrittstickets am Eingang zum Gelände vollständig. Anders ausgedrückt: In Die Blaue Lagune kommt man seit 2019 nur noch mit Tickets, die man sich im Vorfeld online gekauft hat.

Für uns war diese Umstellung ein großer Schritt, der dennoch wohlstens überlegt und vor allem auch eine Konsequenz aus dem Rekordsommer 2018 war, der uns sehr viele neue Gäste und begleitend leider auch zu Teilen chaotische Zustände auf dem Gelände bescherte. Wir wollten das nicht hinnehmen – denn so kannten und mochten wir unsere Blaue Lagune nicht – und deshalb entwickelten wir unser Konzept weiter, um Besucherströme besser verstehen und lenken zu können.

Für das Online-Buchungssystem erhielten wir von euch entsprechend viel Zuspruch, aber teilweise  leider auch – so ist das nun mal in Zeiten von Social Media und wenig Hemmnissen in der Online-Welt – harte, für jedermann sichtbare Kritik. Mit vielen der Kommentare, die sich vor allem auf Facebook häuften, konnten wir konstruktiv umgehen, sowie oft auch unsere Beweggründe und die Vorteile des Buchungssystems erklären. Doch teilweise gingen die Feedbacks auch unter die Gürtellinie, man nahm uns schlicht jegliche Erklärungsmöglichkeit. Wir wussten deshalb, dass Wörter nicht immer genügen, wir etwas Zeit vergehen und immer mehr Gäste positive Erfahrungen mit dem Buchungssystem machen lassen müssen – denn vielfach hatten die Personen hinter den Kommentaren noch gar keine eigene Erfahrungen gemacht.

RÄUMUNGEN IM RHEINBAD DÜSSELDORF

Vor ein paar Wochen in der absoluten Hochsommerphase gingen Nachrichten von Chaos, Ärger und Tumulten in vielen deutschen Freibädern durch die breiten Medien. Besonders das Düsseldorfer Rheinbad stand plötzlich im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und dominierte tagelang die Schlagzeilen aller großen Zeitungen, nachdem das Personal vor Ort sich scheinbar nicht mehr zu helfen wusste und aufgrund von drohendem Kontrollverlust gemeinsam mit Polizei-Großaufgeboten in kürzester Zeit gleich dreimal das Gelände räumte. Ein Novum, unvorstellbar, dass sowas jemals nötig sein würde.

Auch die Blaue Lagune hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einige großen Medien angelockt, die aufgrund des Social-Media-Echos neugierig wurden und über die Kuriosität des neuen Buchungssystems berichten wollten. Als Düsseldorf dann auch noch zum alles beherrschenden Thema wurde, multiplizierte sich parallel das Interesse an der Lagune. Es sind viele Berichte direkt über uns und das Buchungssystem, als auch in inhaltlichem Zusammenhang mit den Vorkommnissen in Düsseldorf, veröffentlicht worden, die unsere Entscheidung hin zu den Online-Tickets in ein völlig neues Licht stellten.

Nachfolgend exemplarisch einige Auszüge der Bild Zeitung bzw. von bild.de:

Quelle: bild.de, Screenshot vom Header-Bereich auf der Startseite (Auszug)

In Düsseldorf wurde unter anderem auch entschieden, Ausweiskontrollen am Einlass zum Rheinbad einzuführen. Etliche weitere Konsequenzen wurden von der Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Thomas Geisel angeregt:

»Am Montag will Geisel über langfristige Maßnahmen sprechen. Dazu gehöre auch der ausschließlich personalisierte Ticket-Verkauf über Internet, wie kürzlich in Wachtendonk eingeführt. Der Zugang zu dem beliebten Freibad am Niederrhein ist nur noch über einen Online-Ticketkauf möglich, bei dem der Kunde Namen und Anschrift angeben muss. Betreiber Christian Kirsch (55) hatte dazu erklärt: ›Wir haben das eingeführt, um Zustände wie im Düsseldorfer Rheinbad zu verhindern.‹«
– Auszug von bild.de, 27.07.2019

Im Zuge dieser Diskussion stand die Blaue Lagune auch direkt im Mittelpunkt des Interesses:

Quelle: bild.de, Screenshot eines Auszugs der  Startseite

Uns war es wichtig nicht auf all diese Vorkommnisse direkt und zeitnah einzugehen, so noch von dem Medien-Hype zu profitieren oder mit dem Finger auf Situationen anderswo zu zeigen. Was wir wollten, war etwas Zeit vergehen und die Saison reifen zu lassen; an den eigenen Stellschrauben zu drehen, unsere Buchungsprozesse zu optimieren und uns auf die Zufriedenheit unserer Kunden zu konzentrieren.

Doch wir glauben ganz klar: Wir haben mit der Einführung der Online-Tickets auf das richtige Pferd gesetzt – denn wir hatten bisher eine absolut ruhige, schöne Sommersaison und keine Krawalle. Und darauf sind wir sehr stolz.

Vom Getadelten zum Vorzeigebeispiel innerhalb weniger Tage: Manchmal dreht sich die Welt ziemlich schnell … verrückt. Auch wenn wir uns diese Rolle absolut nicht ausgesucht haben, so gaben uns die vielen plötzlich positiven Feedbacks ein gutes Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Momentaufnahmen in den sozialen Medien können schnell den Eindruck hinterlassen, dass alles ganz schlecht sei, denn negative Posts sind schnell abgesetzt; positive Posts hingegen scheinen uns Menschen schwerer zu fallen bzw. brauchen wohl einen besonderen Anlass, wie unser Beispiel zeigt.

AUF DEN PUNKT: INFOS ZU UNSEREN ONLINE-TICKETS

Einige Punkte sind uns wichtig an dieser Stelle zum Ausdruck zu bringen:

  • Das Online-Buchungssystem haben wir über den Winter entwickelt und seit März 2019 im Einsatz – die aktuellen Vorkommnisse in vielen Bädern haben mit der Einführung nichts zu tun.
  • Ein gutes Angebot bringt auch viel Aufmerksamkeit und vor allem viele Gäste. Wir möchten mit den Online-Tickets in erster Linie unsere Kundenströme lenken. Eine Ausgrenzung von Personengruppen ist nicht unsere Intension – jeder ist bei uns willkommen, solange er unsere Hausregeln im Rahmen der Registrierung/Online-Ticketkauf akzeptiert.
  • Uns ist es wichtig die Gäste teilweise aus der Anonymität zu holen, um jederzeit handlungsfähig zu sein. Im Rahmen der Online-Buchung holen wir nur die allerwichtigsten Informationen ein und treiben kein Schindluder mit den Daten. Das ist ein Versprechen.
  • Unser ganz klares Ziel ist es, die Qualität unserer Angebote in der Blauen Lagune weiter zu steigern, ein tolles Erlebnis zu jeder Zeit zu ermöglichen und die Sicherheit aller Gäste zu gewährleisten. Diesem Ziel ordnen wir  alle Entscheidungen unter.
  • Dazu gehört ebenso, dass wir die maximale Gästeanzahl begrenzen. Wir möchten auch an besucherstarken Tagen mit Spitzenwetter eine hohe Zufriedenheit bei unseren Gästen erreichen. Wir haben eine Wohlfühlgrenze für uns und euch definiert, weshalb wir es uns vorbehalten, den Verkauf von Eintrittstickets zeitweise zu pausieren. Wirklich besonders ist das allerdings nicht, denn Fußballstadien, Konzerthallen und andere Freizeiteinrichtungen arbeiten genau gleich.
  • Ein weiterer Vorteil der Online-Tickets: Wir informieren unsere Gästen nicht erst an unserer Tür über die Besucherauslastung, sondern schon zuhause und bevor sie die Reise zu uns antreten. Denn können nun Ticket- und Besucherströme immer im Blick behalten. Wer ein gültiges Online-Ticket besitzt, hat die Garantie Einlass in die Lagune zu erhalten, wann immer er oder sie uns besuchen möchte. Auch an heißen Hochsommertagen. Über die aktuelle Besucheranzahl vor Ort und die Verfügbarkeit der Eintrittstickets informiert zu jederzeit unser Lagunemeter. An 98 Prozent der Tagen sind Eintrittstickets aber natürlich ganz normal erhältlich – uns geht es mit dieser Regelung ausschließlich um die Qualität und Sicherheit an absoluten Spitzentagen.
  • Der Umstand, dass alle Besucher schon mit Online-Tickets anreisen, hat auch den Vorteil, dass wir keine Kassenhäuschen benötigen und sich deutlich kürzere Wartezeiten an besucherstarken Tagen ergeben. Zum diesjährigen Saisonstart hatte sich dieser Vorteil nicht gezeigt, da erwartungsgemäß ein großer Teil unserer Gäste mit dem System noch unvertraut war. Mittlerweile sind lange Warteschlangen wie in der Vergangenheit und anderswo üblich aber passé. Das macht uns sehr glücklich.
  • Ja, wir hatten definitiv Anlaufschwierigkeiten in der frühen Saisonphase, da wir mit dem gewaltigen Andrang auf unser neues System an den Spitzentagen und mit viel Traffic in kurzer Zeit tatsächlich nicht so gerechnet hatten. Inzwischen sind wir auf einem guten technischen Stand und das Buchungssystem läuft sehr stabil. Natürlich entwickeln wir unsere Prozesse dennoch ständig weiter. Vielen Dank an dieser Stelle für eure Geduld mit uns!
  • Wir wissen, dass der Umgang mit Handy, Computern und Co. für den Großteil von euch zwar völlig normal geworden ist, manchen Menschen aber trotzdem Schwierigkeiten bereitet. Wir arbeiten an weiteren Lösungen.
  • Wenn manche Gäste das Online-System schlicht ablehnen und sich für unsere Argumente nicht interessieren, können wir das akzeptieren. Es gibt auch Alternativen zur Blauen Lagune. Für unseren Weg mit hohem Qualitätsanspruch und Wohlfühlambiente haben sich die Online-Tickets in den letzten Monaten schon als zielführend erwiesen.

Natürlich feilen wir an unserem Buchungssystem weiter, doch wir fühlen uns mit unserer Entscheidung sehr wohl. Und noch viel wichtiger: Der allergrößte Teil unserer Größte fühlt sich sehr wohl mit dieser Entscheidung und genießt die neue Blaue Lagune.

Wir wünschen euch allen nur das Beste und eine tolle Zeit bei uns auf dem Gelände,

Geschäftsführer Christian Kirsch und das gesamte Team der Blauen Lagune

 

Für Rückfragen und Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Schreibt uns gerne eine E-Mail an info@blauelagun.de. Und zu guter Letzt hier noch ein toller Radiobeitrag vom WDR4, aufgenommen Ende Juli.

Quelle: WDR4,  Radiobeitrag